AWO-GeKo stellt sich vor

AWO-GeKo

Die Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Ebern e.V. ist ab diesem Schuljahr für die Mittagsverpflegung aller Schüler in Ebern zuständig. Unser Ziel: Ein rundum gesundes und gleichzeitig schmackhaftes sowie altersgerechtes Essen.

In aller Munde

Das Thema Mittagsverpflegung für Schulkinder wird derzeit heftig diskutiert, allerdings aus unterschiedlichen Gesichtspunkten. Zum einen geht es darum, dass ein solches Angebot a) vorhanden sein muss und b) die Qualität stimmt. Kinder und Jugendliche benötigen ein anderes Essen als Betriebskantinen, Krankenhäuser und Seniorenheime. Zum anderen geht es darum, dass alle Kinder ein Essen erhalten sollen – unabhängig von ihrer Herkunft und dem Einkommen der Eltern.

Standards setzen und halten

Seit 2004 organisiert die AWO in Ebern die offene Ganztagschule. Von Anfang an gehörte die Mittagsverpflegung zum Angebot. Doch es genügte uns nicht, die Kinder „irgendwie satt“ zu machen. Deshalb haben wir uns von Anfang an den „Qualitätsstandards für die Schulverpflegung“ orientiert, die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz herausgegeben hat.

Diese Qualitätsstandards berücksichtigen alle wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfordernisse für eine gesunde und vernünftige Schulverpflegung. Wir erfinden oder praktizieren nichts Neues oder Ungeprüftes, sondern leiten aus diesen Qualitätsstandards die Anforderungen für unsere momentane und zukünftige Arbeit ab.

Der Ernst des Lebens ...

Die Welt hat sich geändert. Kinder sollen so viel wie möglich lernen und trotzdem Kind sein, den Computer beherrschen, aber nicht zu lange davor sitzen, gesund bleiben, aber nicht unbeaufsichtigt draußen spielen ...

Dinge, die früher in der Familie und in der Nachbarschaft vermittelt wurden, durch Verwandte, Nachbarn und Freunde von nebenan, muss heute die Schule leisten. Ganztagsschulen machen die Schule zum zentralen Lebens- und Erfahrungsraum der Kinder. Hier sollen sie fürs Leben lernen und gleichzeitig einen Schutzraum finden.

... hat auch mit Essen zu tun.

Das wissen die Schulleiter und Lehrer, die Ihre Kinder unterrichten. Deshalb ist es ihnen und uns wichtig, dass auch das Mittagessen den Ansprüchen genügt, die an die Schule als Lern- und Lebensraum gestellt werden. Es soll schmecken, die Entwicklung der Kinder fördern und ihnen gleichzeitig die Sinne dafür wecken, was gutes Essen ausmacht.

Gut = gesund + lecker!

Unsere Leitlinien : Wir

  • verwenden für die von uns selbst hergestellten Gerichte keine Geschmacksverstärker, Farb- und Konservierungsstoffe. Für alle vorgefertigten Lebensmittel suchen wir Produkte, die keine oder möglichst wenig dieser Inhaltsstoffe aufzeigen.
  • verwenden und verarbeiten weitestgehend regionale Produkte.
  • beachten das saisonale Angebot.
  • kaufen bei örtlich ansässigen Einzelhändlern und Handwerksbetrieben.
  • vermeiden soweit als möglich den Einsatz der Friteuse (Ausnahmen z.B. Krapfen zur Faschingszeit).
  • nutzen, wenn es möglich ist, Bio-Produkte.

Gesund, aber aus dem Wärmebehälter?

Ideal wäre das sogenannte Frischkostsystem, bei dem alle Speisen – ohne die Verwendung von vorgefertigten Komponenten - vor Ort frisch zubereitet werden. Doch das findet man in der Praxis heute nicht mehr, allein schon wegen des Aufwands, der erforderlichen Mengen und der relativ kurzen Zeit, die zum Essen bleibt. Üblich ist stattdessen die so genannte Mischküche: Ein Teil der Speisen wird vor Ort frisch zu bereitet. Dabei können auch vorgefertigte Produkte (Convenienceprodukte) zum Einsatz kommen.

Unser Ziel ist es, diesen Conveniencegrad so niedrig wie möglich zu halten und so frisch wie möglich zu produzieren. Unsere Küche befindet sich in Ebern. Die Gerichte werden in der jeweils nötigen Menge zeitlich versetzt zubereitet und in drei – wenn nötig vier – Schichten zur Mensa geliefert. Damit halten wir die Warmhaltezeiten so kurz wie möglich.

Unser Personal hat große praktische Erfahrung in dieser Form des Verpflegungsbetriebs. Außerdem nehmen die Mitarbeiter regelmäßig an Fortbildungen speziell für Schulküchen teil, zum Beispiel an Veranstaltungen der Vernetzungsstelle für Schulverpflegung bei der Regierung von Unterfranken und des Amts für Landwirtschaft und Ernährung. Außerdem kommen die Köchinnen so oft es geht selbst mit zur Ausgabe und erfahren so direkt, was Kindern schmeckt.

Kinder, die wissen, was gut ist, kommen besser durchs Leben

Was und wie tagtäglich gegessen und getrunken wird, trägt zur Entwicklung und Festigung von Geschmacks- und Handlungsmustern bei, die das Ernährungshandeln und -verhalten leiten. Die Bereitschaft, sich im späteren Leben ausgewogen und vollwertig zu ernähren oder in die eigene Gesundheit zu investieren, hängt wesentlich auch von schulischen Erfahrungen ab. Ernährung in der Schule trägt damit auch zur Gesundheits- und Verbraucherbildung sowie zur Werteerziehung bei. Wir wollen mit unserer Mittagsverpflegung einen Beitrag dazu leisten, dass junge Menschen ein Bedürfnis nach Vielfalt, Frische und Geschmack entwickeln – über Pizza, Döner und Hamburger hinaus. Insofern ist gesundes und wohlschmeckendes Essen nicht nur eine pädagogische, sondern auch eine gesundheitspolitische Aufgabe.

Gut essen, besser drauf sein

Ausgewogen ernährte Kinder lernen besser. Dazu gehören Quantität und Qualität, also Menge und Inhalt. Mit einer auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Ernährung können Schüler mehr leisten, denn Konzentrationsfähigkeit und Lernen basieren auf komplexen Stoffwechselprozessen, für die eine ausgewogene Nährstoffzufuhr notwendig ist.

Zuhause wollen sie nur Pizza und Pommes!

Wir alle essen in erster Linie das, was wir schon kennen. Aber wir wollen auch Neues probieren. Das machen wir uns in unserer Küche zunutze. Es gibt auch mal Pizza (selbst gemachte!) oder Pommes (aber nicht aus der Fritteuse). Und es gibt immer wieder Kombinationen aus Bekanntem und Neuem, zum Beispiel neuen Gemüsesorten. Süßes ist erlaubt, aber nur in kleinen verträglichen Mengen. Bei Gemüse darf es auch gern ein bisschen mehr sein. Nachwürzen oder die Geschmacksrichtung ändern ist genauso möglich. Und zwischendurch probieren wir aus, was in anderen Kulturen so auf dem Speiseplan steht, angefangen bei den Thüringern, Bayern und Sachsen, bis nach China und Hawaii.

Auf die Atmosphäre kommt es an

Die Qualität allein macht es nicht. Das beste Essen schmeckt nicht, wenn die Umstände nicht dazu passen. Das beginnt bei der Essensausgabe: Unser Personal ist freundlich, hilfsbereit und im Umgang mit Kindern geschult. Gemeinsam mit den Schulleitungen versuchen wir dafür zu sorgen, dass allen Kindern ausreichend Zeit bleibt, in Ruhe zu essen.

Kontakt bei weiteren Fragen oder Anregungen:

Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Ebern e.V.
Ansprechpartner: Herr Toni Michels
Tel: 09531-941238
Email: Toni.Michels@obendrin.de
Internet: http://www.obendrin.de